flickr

Mühle in Avignon

Ich hab’s gewagt und mal meinen “ruhenden” flickr-Account mit Leben, sprich Bildern, aufgefüllt. Würde mich freuen, wenn ihr mal vorbeischauen könntet. Bin im Begriff, peu-a-peu meine Bilder dort online zu stellen, und dann die Fotogalerie in meinem Portfolio offline zu schalten.

Letztens habe ich auch ein Set aus den Anfangstagen meiner fotografischen Laufbahn hinzugefügt. Aus dieser kleinen Serie stammt auch das nebenstehende Bild. Meine Leidenschaft für Fotografie hat nämlich im Kunst-Leistungskurs angefangen: Wir hatten eine sehr gute Lehrerin, bei der wir das Thema Fotografie — sowohl theoretisch als auch praktisch — durchgenommen haben. Und so sind wir, bewaffnet mit alten Spiegelreflexen und S/W-Filmen, durch Frankfurt gezogen. Die geschossenen Aufnahmen haben wir dann händisch im schuleigenen Fotolabor entwickelt…

Also, würde mich freuen, den ein oder anderen Kommentar zu lesen. Viel Spass!

Space Art: 40 Jahre Mondlandung

Apollo 10 (artist's concept)

Wer stimmt mir zu, dass solche “artist’s concept”-Bilder einfach viel schöner sind als die modernen Renderings, die man heute von der NASA oder ESA zu sehen bekommt? Da war noch “Seele” in der Raumfahrt…



re:boot

Trotz aller zwischenzeitlichen gefassten, guten Vorsätze gab es hier schon seit geraumer Zeit kein Update. Ich versuch, das mal ein bisschen zu erklären, was in mir so vorgegangen ist. Abzuheften wahlweise unter “Blogpsychologie”, “Writer’s Block” oder “Blogsinnkrise”…

Hauptgrund war: Irgendwie konnte ich mich nach der Arbeit nicht mehr aufraffen, irgendwas zu schreiben — vermutlich wäre das Schreiben an sich gar nicht so der Akt gewesen, aber die Hürde, Zeit und Gehirnschmalz zu investieren, haben erst zu einer Vernachlässigung, später sogar zu einem regelrechten Vergessen des Blogs geführt. Ich war einfach regelmässig platt. Jetzt weiss ich, wie sich jemand fühlt, der sich nach der Arbeit einfach nur mit einem kühlen Bier auf den Fernsehsessel setzt und abschaltet. 

Ein Grund ist sicherlich auch, das ich so vielseitig interessiert bin und meine Zeit eher für andere Dinge investiert habe. Das kommt bei mir oft in Phasen oder Zyklen. Blogen war da ziemlich am unteren Ende der Sinuskurve. Das ist für mich ein wichtiges Learning, steady bei Sachen zu bleiben.

Schliesslich — Stichwort Blogsinnkrise — weiss ich halt nicht, ob Bloggen die ideale SocialSoftware-Kommunikationsform für mich ist. Weniger, dafür frequentierter zu schreiben (oder eben schreiben zu müssen) wäre ein Versuch wert. Ich werde mich dabei bewusst auch auf Dinge von der Arbeit konzentrieren, also zum Thema Ambient Intelligence schreiben. Damit wäre dann schonmal ein aktueller Bezug hergestellt, der mich hoffentlich motiviert, dranzubleiben.

Der Plan: Für die kurzen “shouts” Twitter, für das ausführliche Zeugs dieser Blog. Das Experiment beginnt…

Netmusic: Gareth Dickson – Sampler

Gareth Dickson - SamplerEin Mann und seine Akustikgitarre – ganz leise kommt das Album “Sampler” von Gareth Dickson daher. Wie eine kleine Flamme, die lodert, entfalten sich die neun Tracks. Sehr beruhigende Musik, die qualitativ zu überzeugen weiss.

Stilistisch kann man seine Musik als akustischen, minimalen Folk beschreiben, mit hörenswerten, eingängigen Melodien und Tonfolgen. Klingt im Endresultat fast ein bisschen wie Ambient. Rundum empfehlenswert!

Visualizing the Bible

BibleViz Arc DiagramGanz unerwartet eine tolle Sache entdeckt (danke auch an Angela): Eine farbenfrohe Visualisierung der Querverweise in der Bibel mittels eines Bogendiagramms von Chris Harrison. Die Farbe jedes der insgesamt 63,779 Bögen (soviele Querverweise gibt es in dem benutzten Datensatz) entspricht dabei der Entfernung der jeweiligen Kapitel zueinander. Darunter gibt es noch ein Balkendiagramm, wobei jeder Balken einem Kapitel entspricht. Der längste Balken ist dabei Psalm 119.

In meiner Diplomarbeit (jaja, lang ists her) habe ich ebenfalls ein Bogendiagramm zur Visualisierung von Querverweisen angesprochen, dort allerdings in interaktiver Form.

Die Seite von Chris ist generell sehenswert: Unter dem Bogendiagramm gibt es einen Social-Network-Graphen von Persönlichkeiten in der Bibel und die Verteilung von Namen und Orten, die anzeigt, wo verschiedene Leute und Plätze in der Bibel vorkommen.

The shape of things to come…

Was soll ich sagen? Es ist in meinem Leben so viel passiert in letzter Zeit, darunter der Wechsel von der Selbständigkeit in eine Festanstellung, dass ich keine Zeit fürs Bloggen gefunden habe, obwohl ich das immer im Hinterkopf behalten hatte. Jetzt bin ich aber frisch motiviert, habe neue Ideen, und nicht zuletzt die Gelegenheit eines Providerwechsels genutzt, um hinter den Kulissen mal kräftig aufzuräumen. Deshalb auch das schnöde Basistemplate, das ich aber baldmöglichst durch was passenderes ersetzen will.

Wenn Interesse besteht, schreibe ich hier an dieser Stelle mal was über das Thema Ambient Inteligence, mit dem wir uns auf der Arbeit intensiv auseinandersetzen. AmI, so die Kurzform, ist die anwendungsorientierte Seite von Ubiquitous Computing, dem “allgegenwärtigen” Computing. Zu Ubicomp zählen mobile Dienste auf dem Handy oder PDA, aber vor allem, so wie Mark Weiser das in seiner Vision beschreibt, die Idee von Computern und Geräten, die im persönlichen Leben weniger präsent sind, also aus der direkten Aufmerksamkeit “verschwinden”, aber dennoch allgegenwärtig sind und einem das Leben erleichtern sollen. Sagt Weiser:

Most important, ubiquitous computers will help overcome the problem of information overload. There is more information available at our fingertips during a walk in the woods than in any computer system, yet people find a walk among trees relaxing and computers frustrating. Machines that fit the human environment, instead of forcing humans to enter theirs, will make using a computer as refreshing as taking a walk in the woods.

AmI ist vor allem in Europa ein Thema und bezeichnet noch spezieller “intelligente” Räume: “ambient”, weil sich zu Diensten zusammengeschlossene Geräte in das wohnliche Lebensumfeld einfügen, und “intelligent”, weil Sensoren, Aktuatoren und Prozessoren selbständig kohärent agierende Ensembles bilden, also quasi aus einzelnen Geräten ein sinnvolles, sich anpassendes Ganzes entsteht.

Habe ich Euch gelangweilt? Gut :-) Kommentare sind erbeten, ob ich das hier oder in anderer Form weiter vertiefen soll…

Digital Outlook Report

Die Agenturgruppe Avenue A/Razorfish hat vor einiger Zeit den hochinteressanten Digital Outlook Report 2008 veröffentlicht. Darin geht es um das Verhalten von Konsumenten im Digitalen Raum. Einige sehr interessante Erkenntnisse dabei und daher den Download wert; ich hab ihn auch erst kurz überflogen. Den Report stellt freundlicherweise Guy Kawasaki zur Verfügung; er hat dabei schon einige Highlights herausgepickt (Hervorhebungen von mir):

Only a few years ago, a Web site’s home page was the most prime piece of digital real estate a publisher could offer. Not so much today, however. The relevance of the home page as a media buy is on the wane. Search, social networks, blogs, and RSS (among a host of other online sources) are driving more and more users deep into today’s Web properties. Now, the majority of consumers bypass a site’s home page completely.

Every page is now a home page, each of which will have a wider reach, a lasting shelf life, and the ability to attract a new audience like never before. To capitalize on this, ensure that every page has a strong, clear global navigation scheme and related content that is visibly promoted.

Despite user requests for a single mobile, PC, or gaming device to do everything, we found users increasingly willing to embrace multiple devices — even when those devices possess overlapping capabilities.

Consumers don’t see the Internet as something distinctly different from their offline worlds anymore, and they expect seamless transitions. Every key consumer activity has online and offline components — each one contributing to the total experience. The reason? Finally, the online world is getting more social, and as a result, more like the offline world.

Einiges hört sich dabei nach Binsenweisheiten an, aber man muss bedenken, dass dahinter eine ganze Menge Research und sicher auch eine Latte an Befragungen steckt.

relative q – small craft exercise caution

one030Ganz schön wenig los hier. Damit sich das ändert, gibt es wieder mal einen kleinen Netmusic-Tip von mir.

Unter dem schönen Titel “small craft exercise caution” ist auf dem bekannten (und guten) kanadischen Netlabel one ein electronica-Werk des Künstlers Relative Q erschienen, das entfernt an das Oeuvre von Ulrich Schnauss erinnert. Hall, Delay, Flächen und melodische Synthiemelodien bilden auf dem vorwiegenden Teil der Stücke einen Klangcocktail, der zum Träumen einlädt. Besonders “sun rises” und “fairer shores” sind absolute Anspieltipps, letzterer Track gefällt mit einem treibenden Beat und knackigen Synthsounds. Einzig die Übergange zwischen den Stücken sind zuweilen recht abrupt — da fehlen etwas die “finishing touches”. Trotzdem klare Empfehlung und download hier.

Lesestoff für den Jahresanfang

Buecher Januar 2008

Inlets – Vestibule EP

inlets - vestibule epIn letzter Zeit gab es sie, die hochkarätigen Netaudio-Veröffentlichungen. Anfangen will ich mit der EP des Indie-Künstlers Sebastian Krueger aus den USA, seines Zeichens Bandmitglied bei “My Brightest Diamond”. Unter dem Moniker “inlets” hat er auf luvSound die EP “vestibule” veröffentlicht.

Seine Musik erinnert mich irgendwie stark an Sufjan Stevens. Der Sound ist fast schon kammermusikalisch intim und sehr atmosphärisch, und auf einigen Stücken wird neben den obligatorischen akustischen Gitarren und allerlei anderen traditionellen Instrumenten auch ein Banjo eingesetzt. Melancholisch schön — Musik, die eben tiefer geht.

Anspieltips: Pictures of Trees, Threads