Meinen allerersten Vorsatz habe ich hiermit eingelöst: Bis zum Jahresanfang die deutsche Version meines Blogs zu erstellen. Die englische Version findet ihr hier; beide haben sozusagen die Plätze getauscht.
Des weiteren gilt im Grossen und Ganzen, was ich mir vor knapp 10 Monaten auch für das englischsprachige Blog notiert hatte:
- Meine Art der Internetbenutzung ändern — aktiver werden
- Anderen das, was mich interessiert, mitteilen und möglichst einen Dialog zu bestimmten Themen ins Rollen bringen
- Horizonterweiterung und Inspiration
Habe mir auch fest vorgenommen, mehr zu posten, wobei ich für mich persönlich noch nicht ganz entschieden habe, wie das genau aussehen soll. Ich bin der Meinung, dass einige wenige High-Quality-Posts pro Zeitraum besser sind als zu jedem bisschen was zu schreiben. Wie seht ihr das?
Gestern wurde ich Zeuge einer Weihnachtsgala, die von vorne bis hinten durchchoreographiert war. Alles in allem war es aber sehr unruhig und ohne richtigen “Fluss”. Wenn Weihnachtsgala, dann schon bitte richtig: Entweder im Ganzen professionell — oder amateurhaft, aber mit gutem Willen und der richtigen Herzenseinstellung. Man sagt dann immer: “Ach, sie habe sich ja soviel Mühe gegeben”. Natürlich haben sich alle Beteiligten Mühe gegeben, aber das ist nicht der Punkt. Schwierig wird es vor allem dann, wenn der Fokus falsch gelegt wird und dem heiligen Geist nicht genügend Raum gegeben wird. Ein paar Observationen:
- Wenn Christen einen Style der Welt kopieren oder emulieren, geht das meistens schief.
- Krampfhafter Versuch, möglichst viele Medienformen zu kombinieren. Die Adaptionsleistung ist immens, sich auf einen TV-Beitrag hier, ein Lied da, dann einen Wortbeitrag usw. zu konzentrieren. Die Dramaturgie wird dadurch nicht gefördert, im Gegenteil.
- Das Wichtigste: Die Präsenz Gottes. Wenn alles von vorneherein schon zerfahren und unruhig ist, ist es noch schwieriger, innezuhalten und dem heiligen Geist Raum zu geben.
Ich verweise an dieser Stelle auf den Blogbeitrag von Kim Fabricius im Blog Faith and Theology. Es ist klar, dass eine Weihnachtsgala, viel weniger noch als ein Weihnachtsgottesdienst, in der Form einer Predigt ist. Aber sie beinhaltet zweifellos das Evangelium. Das kam sicherlich rüber, aber auf welche Weise? Vielleicht ist es persönlicher Geschmack und subjektives Empfinden, aber in mir wurde nur bei zwei Teilen mein Herz berührt: Bei einem Schauspiel zur Versuchung Jesu in der Wüste (wirklich gut!) und dem gelungenen und tollen Tanz der Kinder zur Herrlichkeit Jesu.
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht mit Weihnachtsgottesdiensten oder Weihnachtsgalas? Bin ich hier womöglich schief gewickelt?