Es ist doch wahr, was Edward Tufte sagt: Die Auflösung der Ausgabemedien und damit die Informationsdichte ist ein entscheidender Faktor. Besonders für die Produktivität.
Bis vor kurzem habe ich noch mit der eingebauten Tastatur und dem eingebauten Screen des Macbook gearbeitet, obwohl ich gewusst habe, das es langsam eng wird. Es ist ja auch so, dass mein Macbook mehr und mehr meinen stationären PC als Arbeitsgerät ablöst. Von diesem habe ich noch eine Maus und einen schönes 19-TFT. Was liegt also näher, sich einen Mini-DVI auf DVI-Adapter und ein Wireless Keyboard zu holen, um das Macbook anzuschliessen? Eigentlich nichts. Aber abgeschreckt durch ein vormaliges Experiment mit dem Mini-DVI auf VGA-Adapter, der eine bescheidene Bildqualität lieferte, hab ich diese Option wohl verdrängt.
Gestern ist der Adapter angekommen, und es ist in der Tat ein neues Arbeitserlebnis. Soviel Platz auf dem Screen und nicht mehr die krasse Einschränkung in der Horizontalen. Das Macbook betreibe ich im sog. Clamshell-Modus, bei dem der Deckel zu bleibt. Wenn ich auf dem Wireless Keyboard (übrigens auch toll) eine Taste drücke und das MB an den Strom angeschlossen ist, wacht es auf und benutzt nur den externen Bildschirm in der nativen Auflösung (1280×1024).
Hat sich also voll gelohnt, das ganze. Habe nur die Angst, dass es bei geschlossenem Deckel ein wenig heiss wird und dem Screen auf Dauer schaden könnte. Habt Ihr Erfahrungen mit dem Clamshell-Modus?
…dann würde das vermutlich keinen jucken, schon gar nicht im betriebsamen Frankfurt.
Interessantes Experiment: Die Washington Post wollte herausfinden, ob herausragende künstlerische Leistungen auch ausserhalb ihres gewohnten Kontextes (ihr wisst schon: Opern, Konzerte, Veranstaltungen…) als solche wahrgenommen werden. Dazu spielte Joshua Bell, gar nicht unbedingt so stark inkognito, in der Metro als Strassenmusiker.
Das Resultat findet Ihr bei der Washington Post (inkl. Videoclips). Längerer Artikel, aber sehr gut geschrieben und lesenswert.
Haltet mich für verrückt, aber ich bin jüngst auf den Ruby-Zug aufgesprungen. Das hatte ich mir schon mehrere Monate überlegt, aber immer wieder verschoben. Offengestanden hat mich auch die Syntax von Ruby ein bisschen irritiert (ich habe einen Java-Background), aber nach einigen Demos, ‘ner Installation und Experimentieren finde ich Ruby — und natürlich Ruby on Rails — richtig gut. Neben mir liegen nun zwei dicke Ruby-Wälzer, für die ich richtig Kohle gelassen habe. Aber seis drum, ich finds toll
Last, but not least: Nach meinen Recherchen ist Ruby für das, was ich für das Diplom vorhabe, neben Java die beste Lösung.
Java hat eine statische Typisierung, Ruby (und andere Skriptsprachen wie PHP) eine dynamische. Das heisst: Der Compiler (im Fall von Java) achtet bei der Kompilierung des Programmes strikt drauf, ob der Typ einer Variable auch tatsächlich bekannt ist. Bei Ruby muss das nicht der Fall sein und man muss mehr aufpassen, da diese Überprüfung zur Übersetzungszeit wegfällt. Entscheidend ist jedoch das Laufzeitverhalten in der Praxis; bei Java schmeisst man meist Objekte in einen (oft generischen) Objektcontainer, und dann muss man sich sowieso andere Methoden überlegen, um sicherzustellen, dass Objekte bestimmte Typen aufweisen.
Bei Ruby läuft das stark auf das Unit testing, eine Methode des Softwaretests, hinaus, was wiederum sehr stark mit dem Agile Programming-Paradigma zusammenhängt. Das gefälllt mir, denn genau das (Rapid Application Testing als Teil des Agile-Ansatzes) haben wir jüngst in unseren Informatikvorlesungen gehabt und für sinnvoll befunden. Kerngedanke hierbei ist — korrigiert mich, wenn ich falsch liege – möglichst schnell, in aufeinanderfolgenden Iterationen und nah am Nutzer Software zu erstellen.
Habt ihr schon Erfahrungen mit Ruby oder Ruby on Rails gemacht? Ich bin ganz Ohr…
In einem evangelischen Kirchenblättchen gefunden:
Zu wissen,
dass man es nicht schaffen wird;
zu wissen,
dass man nicht überall sein kann;
zu wissen,
dass man nicht immer die richtigen Worte findet;
zu wissen,
dass man versagen wird;
zu wissen,
dass man trotzdem geliebt und angenommen ist
und so freudig den neuen Tag beginnen
und bereit sein, ihn zu erleben.
Das ist Leben!
- Reinhard Ellsel
Habe nicht so den Bezug zur evangelischen Landeskirche, aber das Gedicht ist wunderschön.